Testberichte - Flugerfahrungen und grenzwertiges

An dieser Stelle finden sich später die Berichte unserer freiwilligen Testpiloten.

 

Liebe Staffelkameraden

 

 

Vor wenigen Wochen wurden der Erprobungsstaffel "Ehrenberg" neue Flugzeuge zugeführt. Hierbei handelt es sich um Beuteflugzeuge und auch um neuster Technologie an Fluggeräten.

Selbstverständlich konnte ich einer Einladung von seitens der Staffel Ehrenberg nicht widerstehen und finde mich schon seit einer Woche bei Erprobungsflügen wieder. Über 25 alte, bekannte und neue Flugzeuge stehen in den Forschungshallen der Staffel. Fast die Hälfte konnte ich schon fliegen.

 

Zeit für die Testberichte:

A-20 C "Havoc" 1941

 

Diese alt bekannt geflogene Havoc ist der vorläufer der A-20 G. Sie kann statt 4000 Kg Bomben nur 1800 Kg. mitführen. Der hintere obere Schütze sitzt nicht in einem Drehturm, so wie wir es von der A-20 G kennen, sondern in einem offenem Stand, ähnlich der He-111. Die Offensivbewaffnung von 6 cal. 50 MG´s ist dennoch unverändert und macht Sie dafür als schweren Abfangjäger immer noch gefährlich, da durch geringerter Bombenzuladung die Wendigkeit und Geschwindigkeit zudem gesteigert ist. In der Bugnase sitzt zudem noch ein Bombenschütze, der aber nur von der KI übernommen werden kann.

 

Die A-20 habe ich schon immer gern geflogen. Sie ist offensiv gut bestückt, hat eine bessere defensivbewaffnung als alle 110er Modelle, ist gut gepanzert und schnell. Beim Start allerdings wirkt Sie etwas schwammig und zu weit nach hinten getrimmt, deswegegen Knüppel nach vorne drücken bis Abhebegeschwindigkeit erreicht ist (ca. 180 - 200 Km/h). Dann geht Sie schon von allein nach oben (...es zieht sie dahin...). Die Landung ist nach wie vor ein Kinderspiel. Von allen 2 Motorigen schweren Abfangjägern / Bodenangriffsflugzeugen ist die A-20 immer in meiner ersten Liga anzutreffen.

Bl-6 1942

 

Zur Abwechslung hatte ich plötzlich vor mir einen dreistrahligen Jäger. Eine Düse mittig hinten, 2 Hilfsdüsen an den Flügelenden.

Sieht echt gut aus. Das ist aber auch schon das einzig positives. Das zu eng angeordnete Fahrwerk (wie bei der 109er) lässt sie schon beim Start nicht sauber kerzengrade abheben. Die Schubentwicklung lässt zu wünschen übrig. Abhebegeschwindigkeit bei satten 300 Km/h, das ist mangelhaft. Ist das Ding dann erst mal in der Luft, erreicht sie doch schnell eine sehr hohe Geschwindigkeit.

 

Doch Obacht! Bei 800 Km/h wird die Maschine eigenwillig, drückt mit der Nase nach unten und schmiert ab. Passiert Dir das bei 2000m Höhe, hast Du noch die Möglichkeit die Geschwindigkeit zu reduzieren und gegenzusteuern. Darunter..... naja, 3-Sternemeldung

beim Hauptquartier. Bewaffnet ist der Jäger mit 2 x 20mm. Kanonen. Asozial für einen Strahlenjäger.

 

Geheimberichten zufolge wurde das russische BI Projekt eingestellt, nachdem Testpilot Grigori Bakchivandzhi bei einem Testflug am 27.03.1943 getötet wurde. Auch GUT so. Dieses Gammelding ist unbrauchbar für alle militärischen Aufgaben. Ich bin mir Sicher, das die BI-6 selbst bei einer Jagd nach einer IL-2 gnadenlos abgewichst wird.

 

Hierzu sei kurz erwähnt:

 

Sämtliche Strahlenjäger, die ich schon geflogen bin, haben die eklatante Schwäche so gut wie keinen Panzerschutz zu besitzen. Die weggeschnippte Kippe eines Bomber-Heckschützen reisst Dir Löcher in die Treibstofftanks, ein Vogel, der in der Luft nen Ei verliert, bringt deine Triebwerke sofort zum Ausfall. Und das im besten Falle, normalerweise fängt es gleich an zu brennen. Dann hat man kaum noch Zeit das zu registrieren und zu Handeln, denn nach 10 sek. explodiert die Kiste meist gleich.

 

Düsenjäger fliegen ist echt ne andere Liga mit ihren anderen Herausforderungen.

Doch wird der nächste kommende Testbericht (...ist in Arbeit, weis der Himmel wann...) noch viele Überraschungen parat haben.

 

Es ist nun gleich 21.00 Uhr und geh erst mal Fliegerbrause trinken. Mit Ähternol ist Fliegen umwelfreundlicher, ist doch so...., oder....

 

Frühlingst

 

UFO

 

 

Testbericht Teil 2

 

LaGG 3RD (1944)

 

Hierbei handelt es sich um einen Einstrahligen Jäger, der auch nicht so viel taugt. Größtes Manko: Die Schubentwicklung. Selbst ein Laster, den meine Oma schiebt, kommt schneller aus dem Puschen. Beim Start erreichte die Maschine am Ende der Startbahn eine sagenhafte Geschwindigkeit von mal gerade 187 Km/h. Also Nase schön flach halten, sonst ist man ganz schnell wieder unten. Hat man die Maschine endlich in der Luft, und hat sie endlich Fahrt aufgenommen, lässt sie sich wunderbar und angenehm Fliegen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 700 Km/h, für einen Düsenjäger eigentlich zu wenig. Und auch eigentlich kaum möglich. Denn ab 660 Km/h fängt der Laden an zu schütteln und zu vibrieren das man denkt die Kiste zerbröselt gleich. Mit ihren 2 x 20mm Kanonen wie immer zu unterbewaffnet, Zusatzbewaffnung ebenfalls Fehlanzeige. Mein Fazit: einmal Fliegen und wegschmeißen.

 

 

La-7R  (1945)

 

Hoppla, was haben wir denn hier? Propeller vorn und Düsenantrieb hinten? Darf man das? Wenn`s klappt, JA ! . Im Gegensatz zur LaGG 3RD ist sie ne wahre Rakete. Abheben schon bei hälfte der Startbahn, bei überfliegen des Ende der Bahn schon auf 320 Km/h rangeschossen. Gutes Handling, flottes Fliegen. Dummerweise reicht der Sprit für die Düse mal knapp 10 Minuten (kann aber auch sein das ich ein Treffer im Treibstofftank hatte, den ich wohl nicht bemerkt hatte). Macht aber nichts, mit dem Propeller allein ist sie immer noch fast genauso schnell. Wie immer mit 2 x 20 mm zu schwach bewaffnet, kann aber 2 x 100 Kg Bomben mitnehmen. Dennoch ein geiles Stück und zu empfehlen, da sie meiner Meinung noch das beste sowJETische  Strahlenflugzeug darstellt, dass ich bisher geflogen bin.

 

 

Pe-2 1er Serie  (1940)

 

Na, die Mühlen kennen wir ja schon seit dem ersten Spiel, nur konnte sie nur von der KI geflogen werden. Wurde aber mal Zeit, dass man endlich auch 2mots auf sowjetischer Seite fliegen kann. Wenn`s auch kein Spaß macht (jedenfalls bei Luftkämpfen). Zur Erinnerung: hierbei handelt es sich um einen 2 motorigen Sturzkampfbomber mit 3 Mann Besatzung (Pilot, Heckschütze im offenen Stand oben, Heckschütze unten, der kann aber nur von der KI besetzt werden). Sie ist mit ihren 540 Km/h beeindruckend schnell und lässt sich prima fliegen. Auch der Start bei voller Bombenzuladung (bis zu 1500 Kg) stellt überhaupt kein Problem dar. Landung logischerweise auch kein Problem. Wie immer aber die lausige Bewaffnung. Na gut, ist halt ein Stuka, was will man da Erwarten. 2 x 12,7mm vorn, 2 x 7,62 hinten. Bei einer Jagd nach einer 110er konnte die Maschine dem Gegner mühelos folgen und ausmanövrieren, doch was nützt das, wenn man vorn nur zwei MG`s hat? Da lachte der Deutsche mich aus und als ich meine Munition verschossen hatte, blieb mir nur der Heimweg. Andererseits hatte die 110er dann auch keine Chance an mich heran zu kommen. Der war einfach zu langsam.

Fazit: Die Pe-2 ist als Stuka der deutschen Ju-87 immer vorzuziehen.

 

 

 

 

 

 

Pe-2  84 Serie  (1942)

 

Verbesserte Variante mit einem zusätzlichen Bug MG aber verringerte Höchstgeschwindigkeit (520 Km/h).

 

 

Pe-2  359er Serie  (1944)

 

Heckschütze oben in einem verglasten Drehturm mit verbessertem Schussfeld. Erhöhter Panzerschutz aber da höherem Gewicht weniger Manövrierbarkeit.

 

 

Pe-3 (1942)

 

Dieses stellt die Variante eines schweren Abfangjägers der Pe-2 dar. Dennoch wie immer zu schwache Offensivbewaffnung. Der hintere untere Schütze entfällt, man hatte zusätzliche Treibstofftanks zwecks höherer Reichweite eingebaut. Mit 535 Km/h immer noch schnell, aber der 110er unterlegen.

 

 

Pe-3bis  (1941)

 

Verstärkte Offensivbewaffnung, also drei statt zwei 12,7 mm MG`s vorne, wie Toll!! Heckstand hinten oben und 20mm Kanone hinten unten. Bombenzuladung bis zu 700 kg, laut Sturmbeschreibung, im Spiel selber nur bis 350 Kg möglich.

 

Was soll man sagen, gerade hab ich NOCHMAL die Pe-3 geflogen um mir NOCHMAL eine Meinung zu bilden. In der Kursk 3 Mission. Aber mit der Mecke ist einfach nichts rauszuholen. 15 Minuten bin ich da herumgekurvt  habe gemacht und getan, und das Nüchtern (vielleicht liegt es ja daran). Während meine russischen Kameraden einen Deutschen nach dem anderen vom Himmel holten, landete ich schließlich auf meinem Flugplatz ohne auch nur einen Gegner abgeschossen zu haben. Null Punkte. Na wie wieder Toll.

 

Fazit: die Pe-2 ist schon ein hervorragendes 2mot Flugzeug, grade als Stuka. Die Pe-3 Versionen haben mich aber alle nicht überzeugt. Doch Obacht liebe Staffelkameraden, die Abwehrbewaffnung aller Pe-2 und Pe-3 Versionen war bei manchen das Letzte, was sie in ihrem Leben gesehen hatte.

 

So, das war`s erstmal für Heute. Alls Nächstes stehen dann die Berichte  der Yak-3 VK-107, der Arado 234, und der “Fickhure“ Dornier 335-V13 an.

 

 

Obst.Lt. UFO

 

z.Z. Erprobungsstaffel Ehrenberg und Dauererprobungshärkepilssäufer

 

Testbericht Teil 3

 

Guten Morgen, Kameraden

 

Falls es noch keiner wusste, Die neuen Maschinen kommen aus dem Spiel IL 2 Sturmovik 1946.

 

Und auch heute werde ich wieder mit ein paar Neuigkeiten aufwarten können. Lasst Staunen!

 

 

Yak-3 VK-107  (1945)

 

Kleines leichtes einmotoriges Propellerjagdflugzeug, welches sich auf den ersten Blick vom äußeren nicht von den anderen Yak Jägern unterscheidet. Allerdings wurde die Motorenleistung unheimlich gesteigert, was ihr eine Höchstgeschwindigkeit von fast 720 Km/h verleiht. Sehr gute Manövrierbarkeit , hervorragend im Kurvenkampf. Beim Erstflug konnte ich 4 Havoc abschießen (da hatte ich wohl auch etwas Glück). Beim zweiten Einsatz (Kursk 3) zwei Ar-234. Ein kleines Biest. Kann sehr wohl aber auch wie ne Mücke abgeklatscht werden, da man zu Gunsten der Geschwindigkeit wohl auf den Panzerschutz verzichtet hat. Da braucht es nicht viel zu, ein paar MG-Garben, und die Flügel sind gestutzt. Und die Bewaffnung? Na ratet mal: Richtig! Eine Kanone, ein MG. Alles Klar?! Und Zusatzbewaffnung gibt es auch keine. Mit den Russenjägern zu Fliegen macht ja Spaß, aber mit denen zu Schiessen, nein Danke.

 

 

Ar-234 B-2 / Lpr  (1944)

 

Endlich mal eine Entwicklung aus dem heimischen Lande. Die Arado ist ein zweimotoriger mittlerer Düsenbomber / Aufklärer mit einem Mann Besatzung. Start und Landung stellen kein Problem dar, das ging ganz sauber, obwohl ich bei der Landung noch Bomben an Bord hatte und die Bomben werden teilweise unter den Düsentriebwerken aufgehängt, d.h. die Bomben schweben mal grade eine Handbreit über der Startbahn. Beim Start wird die Schubleistung von zwei Feststoffraketen unterstützt die, sobald sie ausgebrannt sind, abgeworfen werden und dann mit Fallschirm zu Boden gehen. Das geht ganz automatisch, da braucht sich der Pilot  nicht drum zu kümmern. Abhebegeschwindigkeit bei 300 Km/h, nicht vorher.  Bombenzuladung bei 1,5 to, Offensivbewaffnung keine, dafür aber zwei 20mm Kanonen starr nach hinten eingebaut. Damit der Pilot auch sieht wohin er schießt, ist ein Periskop im Cockpit eingebaut, welches achteraus gerichtet ist (Tastenfunktion shift F1). Wie immer habe ich die Maschine während der Kursk 3 Mission getestet. Start auf heimischen Flugplatz, durchbrechen des Kampfgetümmel, Bombardierung des gegnerischen Flugplatz, umdrehen, noch mal Bombardieren, wieder Kampfgetümmel durchbrechen, Landen. Keine besonderen Vorkommnisse. Da man sich mit der Maschine sowieso nicht auf einem Kurvenkampf einlässt, kann die Geschwindigkeit voll ausgenutzt werden und dann ist man einfach zu schnell für die russischen Jäger (als ich mit der Yak-3 zwei Arados abgeschossen hatte, waren diese grad beim Landeanflug, siehe oben). Ansonsten schönes Langweiliges Fliegen, viel Aufregung haste mit der Maschine nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mig 9FS  (1946)

 

Zweistrahliger 1 Mann Düsenjäger mit, Oh Wunder Oh Wunder, sehr guter Bewaffnung. Zwei 23mm Kanonen, eine 37mm Kanone, keine Bombenzuladung. Höchstgeschwindigkeit bei, haltet euch fest, 910 Km/h !!!!! Kurvenkämpfe bei 600Km/h oder bis zur Bewusstlosigkeit. Vor dieser Maschine ist kein Feindjäger sicher. Beim Testfliegen (wenn nicht anders erwähnt, immer Kursk 3) hatte ich nur Probleme mit der Überschussgeschwindigkeit, ich raste nur so an meinen Gegnern vorbei, hier muss man höllisch aufpassen, dass man nicht rammt. Arado-bomber, 109er, 110er, 190er, alles kein Problem. Als ich dann aber durch Flakbeschuß einen Treffer in den Treibstofftank erhielt, kehrte ich um, um auf meinem Flugplatz zu Landen. Ausgerechnet beim Landeanflug wurde ich plötzlich von hinten beharkt. Zwei He-162 “Volksjäger“, die ich vollkommen vergessen hatte, hatten sich von hinten herangeschlichen und mich nun auf ihren Präsentierteller. Also vollen Schub rein und Ausweichmanöver. Eine Premiere: mein erster Luftkampf Düsenjäger gegen Düsenjäger. Eine wilde Kurbelei  begann, rechts, links, runter, hoch bis zum Abkippen, und die 162er sind hier wendiger, doch dann hatte ich das Heft in der Hand. Mit einer gekonnten kurzen Garbe war das Schicksal beider Volksjäger besiegelt. Und meine Tanks waren immer noch nicht leer, trotzdem Landung. Bin hierbei aber zu schnell reingekommen und schoss über die Landebahn mehrere Hundert Meter hinaus. Die Maschine hat es aber trotzdem mitgemacht und blieb dabei unbeschädigt (wohl Dank auch wegen Bugfahrwerk)! Eine geile Performance!

 

Die Mig-9 gehört zu den besten Flugzeugen die ich je geflogen bin. Geschwindigkeit und gute Bewaffnung machen ihn zum absoluten Überlegenheitsjäger. Wer mit dieser Maschine abgeschossen wird hat selber Schuld oder ist zu blöd zum Fliegen.

 

 

Do-335 V13

 

Ach ja, mein Fickmariechen (siehe Testbericht vom letzten Jahr). Bei dieser Version wurde die Bewaffnung noch mal um zwei Maschinenkanonen an den Tragflächen erhöht. Alles zu Lasten der Höchstgeschwindigkeit und Manövrierbarkeit. Damit ist das Glücksgefühl bei dieser Maschine dahin. Mist.

 

 

 

Ta 152 C  (1944)

 

Auf dieser Maschine will ich auch nicht näher eingehen. Ist halt ein Höhenjäger, der seine guten Leistungen in den oberen Hemisphären zum tragen bringt. Konnte beim Testfliegen aber dennoch bestehen. Zusatzbewaffnung entweder 2 x SC 250Kg oder zwei X4 Raketen

(auf die X4 Lenkrakete wird später noch ausführlich eingegangen, dolles Ding).

 

 

 

J2M5  (1944)

 

Ein richtig gut aufgemotzter kleiner japanischer Mistkäfer mit 1820 PS unter der Haube bei nur 3482Kg  Startgewicht. Und dann noch vier 20mm Kanonen in den Tragflächen mit 200 Schuss Munition pro Rohr. Entwickelt um in großen Höhen die amerikanischen B-29 Superfortress abzufangen. Ausgezeichnete Flugeigenschaften, kann die engsten Kurven fliegen, und das bei 400 Km/h, die ich kenne. Ich bin sie zwar nicht gegen Bomberformationen geflogen aber bei Kursk 3 hat sie die feindlichen Jäger alle platt gemacht. Will also heißen, dass sie  in allen Flughöhen zuhause ist und sehr gute Leistungen zeigt. Die J2M5, Codename Jack (oder auch Schmidts Katze), kann zwei 60 Kg Bomben zuladen. Einige Leute meinen das die etwas niedrige Kadenz (Schussfolge) der Maschine zum Nachteil gereicht, fand ich aber gar nicht, weil man Leuchtspur und Treffereinschläge besser beobachten kann, daher auch besser nachjustieren kann. Außerdem wackelt die Maschine dann nicht so sehr und bietet den Maschinenkanonen eine stabile Waffenplattform. Meiner Meinung nach der beste japanische Kolbengetriebene Jäger. Sehr zu Empfehlen.

 

Und kurz vor Ende des Tages erreichte mich eine Anfrage von Herrn OBERSTLEUTNANT Ecki, betreffs der Sturzflugtauglichkeit der Pe-2. Diese Manöver habe ich Peinlicherweise ausgelassen (ich dacht, keiner werde es Merken…..). Das wird selbstverständlich nachgeholt und im vierten Testbericht publiziert.  

 

Zeit für eine für eine Zigarre und einer Kiste Härke Pils. Prost.

 

UFO

 

Testbericht Teil 4

 

 

Neben den Neuen Flugzeugen sind auch neue Waffen zum Einsatz gekommen. Eine der wichtigsten ist die ferngelenkte X 4 Luft-Luft Rakete. Im Gegensatz zu den altbekannten R4M fliegt diese Kerzengrade bis zu über 3000m. Vom Piloten über Draht gelenkt, wird die Rakete in die Nähe der Feindlichen Bomberschwärme geführt. Da die X 4 über einen akustischen Zünder zur Explosion gebracht wird, braucht sie nicht direkt ins Ziel zu treffen. Selber konnte ich mit einer Rakete zwei B-17 zum Absturz bringen, das erfordert aber schon ein wenig Übung und ein sehr gutes Auge, da ich mit meinem Trägerflugzeug meist ein Abstand von bis 1,5km Entfernung halte, außerhalb des gegnerischen Abwehrbereiches. Man hat deswegen einen Leuchtspurtreibsatz in die X 4 eingebaut, um sie so noch in 2km grade so erkennen zu können.

 

Um die Rakete lenken zu können, müssen neue Tastaturbefehle aktiviert werden. Unter dem Steuerungsmenü Kanonen / Bomben Visier-Kontrollen sind die Befehle

 

Visierhöhe erhöhen

Visierhöhe verringern

Visier nach rechts justieren

Visier nach links justieren

 

zu aktivieren. Ich habe dafür die Tasten des Ziffernblocks benutzt. In gleicher Reihenfolge:

 

ZB 8

ZB 2

ZB 6

ZB 4

 

Wer über einen Coolie-Hat am Joystick verfügt, braucht diese Tasten dann eh nicht mehr. Um die Rakete zu Testen, hatte ich mir folgendes Einfallen lassen: zwei Bombergruppen zu je vier unbewaffneten B-17 Bomber überfliegen in 150m Höhe und 500m Abstand ein Flugfeld auf dem ich mich zum Start befand. Sobald diese mich dann überflogen, feuerte ich meine Rakete aus dem Stand hinterher und lenkte sie ins Ziel. Mit etwas Übung klappt das dann auch. So geschult konnte ich dann später die Rakete im scharfen Einsatz (Der Himmel über Berlin) gegen 20 bewaffneten B-17 erfolgreich einsetzen. Es können nicht mehrere X4 gleichzeitig abgefeuert werden sondern nur eine nach der anderen, Logisch.

 

Die X 4 Rakete wurde im 2. Weltkrieg tatsächlich eingesetzt. Mann stellte aber doch schnell fest, dass ein Pilot nicht gleichzeitig ein Flugzeug fliegen und eine Rakete lenken konnte. Deswegen wurde die X 4 dann meist nur noch von einer Ju 88 oder He 111 abgefeuert. Die Weiterentwicklung führte dann zur X 9, eine Panzerabwehrrakete, die Panzerfaust und Panzerschreck ersetzen sollte, da diese eine viel zu kurze Reichweite hatten. Die X9 hatte eine Reichweite von einen Kilometer und führte später zum heutigen Milan Panzerabwehrsystem.

 

 

 

 

 

 

 

 

Me-262A-1a/U4  (1945)

 

Stellt überhaupt keine Verbesserung gegenüber den alten Versionen dar. Im Gegenteil. Die vier MK-108 Kanonen wurden durch eine große Kanone ersetzt (Kaliber unbekannt, ich schätze mal 50mm oder gar 75mm, habe leider keine Infos gefunden). Und mit der Kanone konnte ich echt nix reißen, wurde immer wieder zum Abdrehen gezwungen oder zu stark beschädigt (Himmel über Berlin), nee, lass mal lieber sein.

 

 

 

Me-262 HG-II  (1946)

 

Schon besser! Die ursprünglichen 4 MK-108 Kanonen (30mm) wurden wieder eingebaut und das Design des Vogels optimiert. So hat sie nun statt des üblichen T-förmigen ein V-förmiges Leitwerk. Das sieht gut aus und macht sie etwas schneller und wendiger. Beim Einsatz über Berlin zeigte sie gute Leistungen. Konnte 6 von 20 Bombern aus den Pulk herrausschiessen, den Rest machten meine drei Kameraden. Gegen den feindlichen Beschuss scheint sie auch etwas Widerstandsfähiger geworden zu sein. Die HG-II ist für den Einsatz gegen Bomberpulks optimal und sollte auch nur dafür eingesetzt werden. Gegen Einstrahlige Jagdflugzeuge zieht sie, gerade in geringeren Höhen, den kürzeren. Beim Starten wie immer ganz besonders Vorsichtig vorgehen.

 

Ach ja, wo wir gerade beim Thema sind, mal was ganz Grundsätzliches zu allen Strahlenflugzeugen. Beim starten der Düsentriebwerke ist immer drauf zu achten, dass der Schubregler auf Null steht. Die Düsen dann ruhig 20 Sekunden warm laufen lassen. Nun den Schubregler gaaaaaanz langsam nach vorne schieben, aber wirklich gaaaaanz, gaaaaanz langsam! Die russischen Treibwerke sind hier zwar robuster, die sind nicht so zimperlich, aber gerade bei den deutschen Düsen kommt es immer wieder zu Triebwerksbränden (am schlimmsten eben bei allen Me-262 Konstruktionen). Auch wenn sie in der Luft ist, nimmt dir es die 262 sehr übel, wenn du mal eben von 100% Leistung auf 50 runter gehst, dann wieder auf 80 und so weiter. Machen wir ja so mit jeden Kolbenflieger aber die Düse macht das nicht mit. Da fängt Kittel gleich an zu brennen. Mit etwas Glück kann man Triebwerksbrände aber mit den Feuerlöscher unter Kontrolle bringen (Taste O wie Oh, nicht 0 wie Null). Nicht alle Flugzeuge sind damit ausgerüstet, die Me-262 aber schon.

 

Beim ersten Start mit der HG-II startete nur ein Motor, ich drehte mich im Kreis, beim zweiten fackelte gleich ein Triebwerk (selber Schuld, Schubregler stand auf halb acht), beim dritten klappte es dann. Ruhig die ganze Startbahn ausnutzen, das gibt Schwung. Unterhalb von 300m Flughöhe hat sie das typische wackeln und rackeln, macht also keinen Sinn hier irgendwas anzuvisieren. Beim Landen (300Km/h) möglichst Punktlandung hinlegen, sonst wird es knapp mit dem Ausrollen.

 

Die Me-262 HG-II ist der gelungenste  aller 262 Variationen und stellt aufgrund ihrer verheerenden Feuerkraft einer der schlimmsten Alpträume für Hochfliegende Bomberpulks da.

 

 

Zu guter letzt komme ich auf die Anfrage des Herrn Oberstleutnant Ecki betreffs der Sturzflugtauglichkeit der Pe-2 zurück.

 

Ich hab’s  versucht, wirklich, ich hab’s versucht. Als Ziel wählte ich einen unbewaffneten, Null Geschwindigkeit fahrendes Frachtschiff. Erster Angriff aus 3000m. Bremsklappen raus und Sturzflugangriff wie mit der Ju-87 mit fast 90 Grad senkrecht runter aufs Ziel zu, Bomben bei knapp 1000m ausgeklinkt und dann Abfangen. Daneben. Neuer Anflug aus 2000m. Wieder daneben. Noch mal. Wieder Nix. Aus 1000m. Se fixt noa mal.

 

Es ist nun mal einfach so, dass man kein Präzisionsbomben mit der Maschine hinbekommt. Soll ein Ziel erfolgreich bekämpft werden, muss die Maschine schon optimal auf das Ziel ausgerichtet sein bevor der Sturzanflug eingeleitet wird. Ist man beim Stürzen, kann man nur oder so gut wie gar nicht nachkorrigieren. Liegt möglicherweise daran, dass wir es hier mit einer, im Gegensatz zur Ju-87, zweimotorigen schwerfälligen Maschine dann zu tun haben. Endlich dann, nach meinen glaub ich 12ten Anflug, konnte der Frachter versenkt werden. Da hatte ich aber meine Angriffsstrategie schon soweit geändert, dass ich aus 500m einen sanften Sinkflug (na sagen wir mal 30 Grad) eingeleitet hatte und die Bomben aus ca. 100m Höhe losmachte. Kommt eigentlich einen Torpedoangriff etwas näher als ein typischer Sturzflugangriff. Und dabei bin auch noch draufgegangen weil die Bombenzünder auf Null Sekunden eingestellt waren. Als die  Bomben in das Schiff einschlugen befand ich mich gerade über dem Schiff, nicht gut. Also immer darauf achten, dass die Bombenzünder auf 3 Sekunden (mein persönlicher Erfahrungswert) eingestellt ist, so dass man aus der Gefahrenzone noch rechtzeitig rauskommt.

 

Wenn ich in meinen zweiten Testbericht das Fazit zog, dass „Die Pe-2 ist als Stuka der deutschen Ju-87 immer vorzuziehen“ sei, so muss ich das soweit revidieren, dass die Pe-2 sehr wohl im Fliegerischen und Bewaffnung besser ist, aber auf keinen Fall in Sachen Präzisionsbomben.

 

So, liebe Staffelkameraden. Das war’s für diese Woche. Ich werde mir jetzt erstmal bis nächste Woche abmelden (da ist irgendwo noch so ne Junggesellenabschusspartie…..).

 

Härke frei

 

UFO

Link zum Blog für Freunde der Weltraumsimulation X-Wing VS Tie-Fighter
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